Das Ende einer Reise – oder eine Rückkehr zu den Ursprüngen? Vor der großen Leinwand in der Villa di Serio stellt sich diese Frage ganz spontan. Diese große trinitarische Szene wurde 1625, kurz vor dem Tod des Künstlers, gemalt und hat den Charakter einer Bilanz. Oben die göttliche Vision, unten die Heiligen bei der Anbetung: eine feierliche, komplexe und reiche Komposition, die selbstbewusst aufgebaut ist. Und doch tauchen zwischen den Falten des Bildes ferne Anklänge auf, Verweise auf seine frühen Werke, als ob Salmeggias Reise zu Ende ginge, indem er zu seinen Anfängen zurückkehrt.
Ein Gemälde, das Erfüllung und Erinnerung, Reife und Rückkehr zu den Ursprüngen in sich vereint.
Kostenloser Besuch der jungen Kulturerbe-Vermittler von Le Vie del Sacro, Reservierung erforderlich auf Eventbrite
Treffen: Propsteikirche St. Stephan, Villa di Serio, 20 Uhr.
Dauer: 90 Minuten
PARENTESI D’ARTE – I capolavori di Enea Salmeggia nelle chiese della Diocesi di Bergamo ist Teil des Projekts Sulle Vie di Enea Salmeggia (Auf den Wegen von Enea Salmeggia), das von der Stiftung Adriano Bernareggi in Zusammenarbeit mit und unter Mitwirkung der Gemeinde Nembro im Rahmen von SALMEGGIA 400. Un pittore da Nembro nella Storia, die anlässlich des vierten Todestages des Künstlers veranstaltet wurde.