„Die Zukunft ist barock“, eine Veranstaltung der Abteilung „Junge Künstler“ des Konservatoriums G. Donizetti, bietet ein Programm, das sich von der klaren Geometrie Bachs inspirieren lässt und sich einem Universum klanglicher Überraschungen zwischen Rhythmus, Klangfarbe und zeitgenössischer Energie öffnet.
Der Barock steht für das „Zeitalter der Unordnung“, in dem die Komponisten jegliches Wissen hinter sich ließen, um sich „dem riskanten Nervenkitzel des Experimentierens“ hinzugeben, und so eine lebendige, unbeständige und gerade deshalb unendlich moderne Musik hinterlassen haben. Der Titel der Veranstaltungsreihe „Die Zukunft ist barock“ entspringt genau dieser Erkenntnis: Im Barock finden wir den Ursprung jeder zeitgenössischen Suche, den Funken der Erfindung, die Freiheit einer sich wandelnden Sprache.
Kein Konzert verdeutlicht dies besser als dieses: Der Ausgangspunkt ist im ideellen Sinne Bach, dessen klare Geometrie das schwebende und wiegende Vorbild bleibt, von dem aus das Duo Marinotti/Gambino seinen Ausgang nimmt. Von diesem Punkt aus eröffnen Saxophon und Marimba ein Universum klanglicher Überraschungen, das aus Rhythmus, Klangfarbe und purer Energie besteht: vom hypnotischen, von Villa-Lobos’ Brasilien inspirierten Pfeifen bis hin zu den treibenden Geometrien der heutigen Musik. Die Perkussion singt, das Blasinstrument wird zur Geste, und dieselbe Idee von Gleichgewicht und Bewegung, die schon bei Bach vorhanden war, taucht verwandelt im zeitgenössischen Klang wieder auf. Abendveranstaltung der Abteilung „Giovani Artisti“ des Konservatoriums G. Donizetti. Der Abend beginnt mit einer freien Besichtigung der historischen Säle des Palastes; anschließend findet ein Treffen mit den Künstlern auf der Terrasse statt. Begrenzte Teilnehmerzahl.
Foto: Paolo Biava
18:30 Uhr – Freier Rundgang durch die Ausstellungsräume
19:00 Uhr – Konzert (ca. eine Stunde)