Aktualisierter Stand gemäß Gesetzesdekret 16. Mai 2020, n. 33 und Dekret des italienischen Ministerpräsidenten des 17. Mai 2020.

 

Die von der italienischen Regierung getroffenen Vorkehrungen zur Entgegenwirkung des internationalen Gesundheitsnotstandes sehen folgende Maßnahmen vor, die von 18. Mai bis 14. Juni 2020 in Kraft bleiben:

 

Tourismus


Fortbewegungen innerhalb der italienischen Regionen sind erlaubt. Fortbewegungen über eine Regionsgrenze hinaus sind nur aus nachweislichen beruflichen Erfordernissen, in Notsituationen oder aus gesundheitlichen Gründen zulässig.

Ab dem 3. Juni 2020 sind alle Bewegungen in andere Regionen erlaubt.

Bis zum 2. Juni 2020 sind Reisen in das und aus dem Ausland verboten, ausgenommen aus nachweislichen beruflichen Erfordernissen, in Notsituationen oder aus gesundheitlichen Gründen.   Ohne Einschränkung erlaubt sind nach wie vor Bewegungen zwischen dem Staat Vatikanstadt bzw. Republik San Marino und der angrenzenden Regionen.

Ab dem 3. Juni 2020 sind Reisen aus und in die folgenden Staaten erlaubt: Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Staaten, die dem Schengener Abkommen angehören, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Andorra, Fürstentum Monaco.

Beschränkungen in Bezug auf die Bewegungsfreiheit können in jedem Moment für spezifische Landesgebiete wiederauferlegt werden, wenn es die epidemiologische Situation erfordert.

Der Kreuzfahrtbetrieb von Passagierschiffen unter italienischer Flagge ist eingestellt.

 

Landesweite Maßnahmen


http://www.governo.it/it/coronavirus-misure-del-governoAb 18. Mai ist eine stufenweise Lockerung verschiedener Aktivitäten vorgesehen.

- Es ist erlaubt, den Beherbergungsbetrieb aufzunehmen (Hotels, Bed & Breakfast, etc.), unter der Bedingung, dass ein Mindestabstand von 1m in den gemeinschaftlich benutzten Bereichen gewahrt wird.

- Öffnung von Museen und anderen Kultureinrichtungen (Museen, Bibliotheken, Archive, Ausgrabungsstätten und –parks, Denkmäler). Alle Einrichtungen müssen für kontingentierte Zutrittsmodalitäten oder entsprechenden Maßnahmen sorgen, die die Ansammlung von Personen vermeiden und einen Sicherheitsabstand von mindestens 1 Meter zwischen den Besuchern garantieren.

- Öffnung von Barbetrieben, Pubs, Restaurants, Eisdielen, Konditoreien u. ä. Alle für die Öffentlichkeit geöffneten Lokale müssen die Leitlinien und Protokolle der Regionen und autonomen Provinzen zur Prävention und Reduzierung des Ansteckungsrisikos befolgen.

- Öffnung der Strandbetriebe unter Einhaltung der Leitlinien und Protokolle der Regionen und autonomen Provinzen zur Prävention und Reduzierung des Ansteckungsrisikos. Diese sind auch für den Zutritt zu den freien Stränden gültig.

- Öffnung aller Geschäftsaktivitäten für die Öffentlichkeit, unter Wahrung eines Sicherheitsabstandes von mindestens 1 Meter zwischen den Personen. Der Zugang zu den Geschäften kann für eine maximal zulässige Personenanzahl limitiert werden, Kunden dürfen sich nur für die notwendige Dauer des Kaufes im Geschäftsinneren aufhalten.

- Ab 15. Juni sind Vorführungen in Theater, Konzertsälen, Kinos und anderen Räumlichkeiten, auch im Freien, erlaubt. Es sind nur Vorführungen mit zuvor zugewiesenen Sitzplätzen zulässig, welche den Mindestsicherheitsabstand von 1 Meter sowohl zwischen dem Personal als auch dem Publikum gewährleisten, für eine Maximalbesucherzahl von 1000 Personen für Veranstaltungen im Freien und 200 Personen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (Belegung pro Saal).

- Öffnung von Parks, Villen, Spielplätzen sowie öffentlichen Gartenanlagen. Spiel- und Freizeitaktivitäten im Freien sind erlaubt.

Sportliche und körperliche Aktivität im Freien darf durchgeführt werden, unter Wahrung eines Mindestsicherheitsabstandes von 2 Metern bei sportlicher Betätigung sowie von einem Meter für alle anderen Aktivitäten. Kinder oder pflegedürftige Personen dürfen o.g. Aktivitäten nur im Beisein von Begleitpersonen ausüben.

- Ab 25. Mai 2020 ist die Öffnung von Fitnesscentern, Schwimmbädern sowie Sportzentren erlaubt, unter Einhaltung der Regeln des Social Distancing sowie der Vermeidung der Ansammlung von Personen.

- Aussetzung der Aktivitäten in Wellnesscentern und Thermalbädern (mit Ausnahme von notwenigen Anwendungen im kurativen Bereich), Kultur-, Sozial und Erholungszentren.

- Die Öffnung religiöser Orte wird durch Einhaltung organisatorischer Maßnahmen bedingt, welche die Ansammlung von Personen vermeidet, sowie einen Sicherheitsabstand von mindestens 1 Meter zwischen den Besuchern garantiert. Erlaubnis von Gottesdiensten für die Öffentlichkeit, unter Beachtung der von Regierung und der einzelnen religiösen Konfessionen unterzeichneten Sicherheitsprotokolle, wie in den Anhängen 1-7 des Dekretes des italienischen Ministerpräsidenten des 17. Mai 2020 ausgeführt.

Die italienischen Regionen und autonomen Provinzen können die Lockerung der verschiedenen Aktivitäten vorziehen oder aufschieben, in Einklang mit dem Verlauf der Infektionen.

 

Transport

 

Die Präsidenten der italienischen Regionen legen für den Betrieb des lokalen öffentlichen Linienverkehrs (Bus, U-Bahn, Straßenbahn) Maßnahmen fest, die eine Überfüllung der Verkehrsmittel zu Tageszeiten mit erhöhtem Passagieraufkommen, vermeiden. Auf Anordnung des Ministeriums für Infrastruktur und Transport kann, in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium, eine Einschränkung oder Aussetzung des Bahnverkehrs, des interregionalen Straßenverkehrs (Autobus), des Flug- sowie Schiffsverkehrs veranlasst werden.

 

Maskenpflicht


In geschlossenen Räumen, inklusive Verkehrsmittel, besteht Maskenpflicht, außerdem in allen Situationen, in denen der Mindestsicherheitsabstand zwischen Personen nicht eingehalten werden kann. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren sowie Personen, welchen aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen das Tragen einer Maske nicht zuzumuten ist.