Frieden stiften mit anderen aus Nah und Fern, mit uns selbst, mit unserem Planeten und unserer Umwelt: Das BergamoFestival spricht vom 8. bis zum 24. Mai vom Frieden zwischen Wirtschaft, Geopolitik, Justiz, Philosophie, Kunst und Kultur.

Ein bedeutungsvolles, tiefgehendes, wesentliches und brüskierendes Wort wie Frieden steht im Zentrum der sechsten Ausgabe des Bergamo Festival, einer Reihe von Veranstaltungen, die dieses Thema mehrstimmig aus verschiedenen Gesichtswinkeln zwischen Klängen und Visionen behandelt.

Während die Termine von 'Pianocity' Musik in der ganzen Stadt verbreiten, bringt ein dicht gedrängter Kalender internationale Gäste nach Bergamo: Zu ihnen gehört am 16. auch der weltweit bekannte Wirtschaftssoziologe Wolfgang Steck. Am 12. spricht außerdem der Philosoph Serge Latouche, der auch Erdenker der 'decrescita felice', einem glücklichen Abrücken vom ständigen Wachstumsdenken ist, mit dem Wirtschaftsexperten Bernardo Bortolotti.

Beim Festival wird am 11. Mai dann mit Enrico Letta über Europa gesprochen. Am 13. wird das Thema Ukraine mit dem Herausgeber des 'Corriere della Sera' und Schriftsteller Sergio Romano diskutiert, während am 19. Mai das Friedensthema anhand des Dramas und fehlenden Ressentiments mit der Sozialpsychologin Agnese Moro, der Tochter des 1978 von den Roten Brigaden ermordeten Staatsmannes, erörtert wird.

BergamoFestival ist auch ein Dialog zwischen Religionen, Medien, Kooperation, Gesundheit und Frieden vom Makro- zum Mikrobereich, von der internationalen Politik zum Gebiet und zur Familie.

Beim Festival werden nicht nur Ideen geteilt. Es schließt vielmehr auch die Kunst mit der Ausstellung von Enzo Tribbia beim ehemaligen Oratorium von San Lupo und der von Adele Manzi oberhalb von Porta Sant'Agostino ein. Hierzu gesellt sich die Konferenz über Malevič bei der GAMeC.

Raum wird auch dem Kino mit dem 'Festival dei Cortometraggi', einem Kurzfilm-Festival, gegeben. Konzerte mit klassischer Musik, Jazz und Workshops für die Jüngsten zwischen Kunst, Musik und Architektur komplettieren dann den Rahmen der Veranstaltung. Großes Finale am 24. mit dem Pianisten-Duo Nicoletta und Angela Feola, die in der 'Sala Piatti' das Konzert En blanc et noir vorstellen. I due volti della grande guerra. (Anm. d. Übers.: Die zwei Gesichter des Großen Krieges.) Alle Veranstaltungen sind, solange verfügbar, kostenlos. Vorherige Einschreibung auf der Webseite www.bergamofestival.it